Entwicklung der Steingartenschale

Den Garten gibt es noch, nur war mir dieses Jahr selten danach, Fotos zu machen und darüber zu schreiben. Eine Sache freut mich jedoch sehr, wie sie sich entwickelt hat, und das ist die Steingartenschale auf dem Mülltonnencontainer.

Steingartenschale Sommer 2016
Steingartenschale Sommer 2016

Im Moment ziehen die wachsenden Birnen die Äste sehr nach unten, aber das stört die Hauswurz und das Sedum bislang nicht. Und am frühen Abend kommt die Sonne noch mal hinter dem Haus hervor und beleuchtet die Schale sehr schön.

Lesetipp: Moos als Feinstaubfilter

Hightech trifft Natur, so könnte man die Idee von Green City Solutions nennen, vertikale Gärten sowohl als Feinstaubfilter als auch als Werbefläche zu benutzen.

http://greencitysolutions.de/

Vermutlich bin ich zu altmodisch, um den Werbewert der Q-Codes aus Pflanzen beurteilen zu können, mir fehlt dazu selbst das Smartphone, um solche Codes lesen zu können. Aber wenn es Firmen dazu bringt, Geld in die grünen Wände zu investieren, damit dort Pflanzen zur Darstellung von Q-Codes  wachsen können, dann, um so besser. Damit sind zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, die Frage nach der Finanzierung, und das Ergebnis, bessere Luft für alle.

Faszinierend finde ich die Tatsache, dass eine dieser Wände eine Filterwirkung haben soll wie etwa 275 Bäume. D.h. für feinstaubgeplagte Städte sind diese Wände wesentlich interessanter als normale Alleen mit Bäumen.

Aufmerksam auf die Idee bin ich durch dieses Interview geworden – hier werden auch noch ein paar weitere Details angesprochen:

http://www.heise.de/tr/artikel/Durch-die-Blume-3165151.html

Im Moment scheint das Unternehmen noch ganz am Anfang zu stehen, aber es ist eine spannende Idee. Und wenn es nicht in dieser Form kommt, bin ich dennoch zuversichtlich dass vertikale Gärten gerade in den Städten wichtig werden, vielleicht sogar in doppelter Funktion, als Luftfilter und auch als Lieferant für Obst und Gemüse. Das Moos, das die beste Filterwirkung hat, müsste sich relativ problemlos mit größeren Pflanzen kombinieren lassen, da keine direkte Konkurrenz besteht, das Moos bedeckt das Substrat, die Pflanzen strecken sich in den Luftraum.

Mein erster Steingarten

Schalen mit kleinen Steingartenarrangements auf den Mülltonnencontainern kommen immer mehr in Mode. Teilweise sehen sie recht gut aus, und da ich den Steingartenbereich bei mir sowieso umbauen oder auflösen wollte, bot es sich an, ein paar der Pflanzen in eine Schale auf der Mülltonne umzuziehen. Später werden noch ein paar mehr dazu kommen, jetzt ist nicht die richtige Jahreszeit für größere Pflanzaktionen.

Steingartenschale
Steingartenschale

Ich hoffe der Platz ist sonnig genug, im Sommer, wenn der Birnbaum Blätter hat, wird es nur morgens volle Sonne haben, und ich fürchte, ab dem Nachmittag fällt auch der Schatten des Hauses auf die Schale. Mal sehen, ich denke, einen Versuch ist es wert.

Strohblumen

Als Kind hatte ich im Garten meiner Eltern Strohblumen kennengelernt, und war fasziniert, dass diese Sorte Blumen monatelang hält, während andere Blumen oft schon nach kurzer Zeit verwelkten.

Letztes Frühjahr habe ich mich daran erinnert, und versucht, Samen für Strohblumen zu erwerben. Es ist scheinbar nur eine Sorte im Handel gehäufig, wenn ich auch meine, dass meine Eltern noch andere Sorten hatten, mit anderen Blütenständen.

Die Aufzucht war etwas schwierig. Zum einen sind die kleinen Pflanzen pingelig, was Licht und Wasser angeht, zum anderen mögen die Schnecken Strohblumen viel zu gerne. Bis ich das gemerkt habe, waren die meisten auch schon abgefressen. Das ging über Nacht – Mampf und weg.

Aber einige haben es überstanden und auch geblüht:

Strohblumen
Strohblumen

Es klappt, die lassen sich trocknen und behalten die Farbe – nicht vollständig aber ganz ordentlich.

Das knifflige ist es, den richtigen Moment für den Schnitt zu erwischen. Schneidet man zu früh, dann öffnet sich die Knospe nicht. Schneidet man zu spät, dann öffnet sich die Blüte viel zu weit, und in einigen Fällen haben sich sogar Samen gebildet – praktischerweise an so kleinen Fallschirmen, dass sie dann auch durch das ganze Zimmer schweben können, bis man sich zu wundern beginnt, was denn da fliegt und der Sache nachgeht.

Wenn ich jetzt noch herausfinden könnte, unter welchem Namen die anderen Sorten gehandelt werden, dann wäre es perfekt. Aber nächstes Jahr will auch jeden Fall noch mal einige von dieser Sorte pflanzen.

Wie lange lebt eine Petunie?

Das Lebensdauerexperiment mit der Petunie läuft noch. Den anderen vier Testkandidaten geht es nicht mehr so gut, aber diese hier blüht immer noch. Sie ist jetzt etwa 11 Monate alt.

Fuchsie und Petunie
Fuchsie und Petunie

Die Fuchsie hält sich auch gut. Hier geht es darum zu sehen, wie gut eine Fuchsie einen Winter im geheizten Zimmer übersteht, und wie sie sich im nächsten Jahr entwickelt.

Im Moment bin ich einfach froh, dass im Zimmer noch etwas blüht, während drausen schon fast alles Winterruhe hält.

Ein wenig Bonsai

Ein gutes Jahr ist vergangen, irgendwie kommt es mir viel länger vor. Immer wieder war ich recht unzufrieden mit dem Benjamini, aber von allen meinen Bonsai-Versuchen schien er trotz aller Mängel der beste, und ich habe ihm immer wieder eine neue Chance gegeben.

So sieht er heute aus:

Ficus Benjamini
Ficus Benjamini

Es fehlen immer noch Äste, an einigen Stellen treibt er einfach nicht. Aber der Stamm hat enorm an Dicke zugelegt, und auch der Wurzelansatz hat sich entwickelt, wenn auch im Moment teilweise abgedeckt.

Durch die Art und weise wie ich den Benjamini damals von der Topfpflanze zum Bonsai-Anwärter gemacht habe, gibt es im Wurzelbereich viele Stellen, die nicht gut aussehen. Aber mit all seinen Fehlern, das ist der erste meiner Bonsai-Versuche, der ein wenig Charakter entwickelt, der ein wenig nach Baum aussieht.

Mal sehen was aus dem Rest wird. Es sind alles noch junge Bäume, und so wie ich die letzten zwei Jahre erlebt habe, wird es sicher noch sehr lange dauern, biss sich da etwas tut. Spannend ist eine kleinblättrige Feige, die meinen Wünschen, die Pflanze wenigstens zeitweise in der Wohnung zu halten, und einer größe möglichst unter 30cm, entgegenkommt.