Ein Jahr ohne neue Artikel

Die Leser meines Hauptblogs wissen es vielleicht schon, ich war wieder mal lange krank, aber da erklärt nur die ersten 6 Monate der Pause, vielleicht auch 7 oder 8 …

Dazu kommt, dass ich das Gefühl hatte, es wächst mir alles über den Kopf, einmal im übertragenen Sinne, und was den Garten angeht, leider auch wörtlich. Neben einigen einfachen Dingen wie Grafiken am Computer war der Fokus der letzten Monate das Ausmisten. Das war schwer, weil mit meinen Paranoia selbst das Wegwerfen von Dingen zum Problem wurde – ich hatte ernsthaft Sorgen, dass es Unglück bringt,  Dinge wegzuwerfen, aber ich konnte beim besten Willen nicht alles aufbewahren.

Jetzt ist es etwas besser, mit weniger Krempel in der Wohnung (immer noch zu viel) und weniger Pflanzen, die ich versorgen muss (tendenziell aber auch immer noch zu viele).

Vieles wächst nicht gut oder gar nicht dieses Jahr, aber manches gedeiht zum Glück auch mit weniger Pflege, und die Minze blüht jetzt schön. Das hat mich inspiriert, einige Fotos zu machen. Netterweise waren Besucher auf den Minzeblüten, das gibt den Fotos noch ein bischen etwas extra.

Hier eine Fliege:

Fliege auf Minzblüte
Fliege auf Minzblüte

Und hier eine, ich glaube, Wildbiene:

Minzblüte mit Biene
Minzblüte mit Biene

Mal sehen wie es weitergeht – wenn ich mich weiter erhole, dann gibt es sicher auch wieder mehr vom Garten zu berichten.

 

Lesetipp: Moos als Feinstaubfilter

Hightech trifft Natur, so könnte man die Idee von Green City Solutions nennen, vertikale Gärten sowohl als Feinstaubfilter als auch als Werbefläche zu benutzen.

http://greencitysolutions.de/

Vermutlich bin ich zu altmodisch, um den Werbewert der Q-Codes aus Pflanzen beurteilen zu können, mir fehlt dazu selbst das Smartphone, um solche Codes lesen zu können. Aber wenn es Firmen dazu bringt, Geld in die grünen Wände zu investieren, damit dort Pflanzen zur Darstellung von Q-Codes  wachsen können, dann, um so besser. Damit sind zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, die Frage nach der Finanzierung, und das Ergebnis, bessere Luft für alle.

Faszinierend finde ich die Tatsache, dass eine dieser Wände eine Filterwirkung haben soll wie etwa 275 Bäume. D.h. für feinstaubgeplagte Städte sind diese Wände wesentlich interessanter als normale Alleen mit Bäumen.

Aufmerksam auf die Idee bin ich durch dieses Interview geworden – hier werden auch noch ein paar weitere Details angesprochen:

http://www.heise.de/tr/artikel/Durch-die-Blume-3165151.html

Im Moment scheint das Unternehmen noch ganz am Anfang zu stehen, aber es ist eine spannende Idee. Und wenn es nicht in dieser Form kommt, bin ich dennoch zuversichtlich dass vertikale Gärten gerade in den Städten wichtig werden, vielleicht sogar in doppelter Funktion, als Luftfilter und auch als Lieferant für Obst und Gemüse. Das Moos, das die beste Filterwirkung hat, müsste sich relativ problemlos mit größeren Pflanzen kombinieren lassen, da keine direkte Konkurrenz besteht, das Moos bedeckt das Substrat, die Pflanzen strecken sich in den Luftraum.

Mein erster Steingarten

Schalen mit kleinen Steingartenarrangements auf den Mülltonnencontainern kommen immer mehr in Mode. Teilweise sehen sie recht gut aus, und da ich den Steingartenbereich bei mir sowieso umbauen oder auflösen wollte, bot es sich an, ein paar der Pflanzen in eine Schale auf der Mülltonne umzuziehen. Später werden noch ein paar mehr dazu kommen, jetzt ist nicht die richtige Jahreszeit für größere Pflanzaktionen.

Steingartenschale
Steingartenschale

Ich hoffe der Platz ist sonnig genug, im Sommer, wenn der Birnbaum Blätter hat, wird es nur morgens volle Sonne haben, und ich fürchte, ab dem Nachmittag fällt auch der Schatten des Hauses auf die Schale. Mal sehen, ich denke, einen Versuch ist es wert.

Letzte Farben

Das Gartenjahr neigt sich dem Ende zu, und bevor der Winter alle Farben verblassen lässt, lässt die Herbstonne noch einmal ein paar späte Blüten leuchten. Die Astern haben zwar Mehltau, aber sie blühen dennoch sehr tapfer, auch die Ringelblumen geben noch nicht auf.

Herbstastern
Herbstastern

Aus der Nähe wirken die Astern besonders schön:

Herbstaster
Herbstaster

Der Nussbaum in Nachbars Garten darf auch noch einmal leuchten, aber das Laub fällt rasch, bald ist es mit der Pracht vorbei.

Nussbaum
Nussbaum

Die obere der beiden Lichtkammern steht seit dem Frühjahr leer –  ich hatte sie für die Anzucht von Gemüse und Blumen benutzt, und brauchte sie seither nicht mehr.

Im Moment steht mir der Sinn danach, dort eine (Kunst-) Landschaft aus Sand aufzubauen, mit Dekorationen, und einigen einzelnen echten Pflanzen  dazwischen. In der Art einiger älterer Basteleieen von mir, aber Umfangreicher.

Der Aufwand für die Pflege meiner Pflanzen ist immer noch sehr hoch, und es fällt mir schwer, zu reduzieren. Auf jeden Fall möchte ich mir nicht noch mehr aufhalsen, aber dennoch wäre es schön, etwas zu haben, das ein wenig an Landschaft und Pflanzen erinnert.

Garten in der Herbstsonne

Noch einmal hat die Herbstsonne den Garten ins rechte Licht gesetzt.

Garten im Herbst
Garten im Herbst

Es ist erstaunlich, dass es immer noch Tomaten gibt. Letztes Jahr hatte die Braunfäule die Tomaten schon Ende August gemördert, dieses Jahr sind sie immer noch gesund und tragen teilweise auch noch. Auch reichlich Paprika wird es noch geben, die haben sich auch letztes jahr schon als sehr robust erwiesen.

Zwei Zucchini könnten noch reif werden, bevor der Frost kommt, der Brokkoli hat auch noch mal Röschen angesetzt, und die Winterrettiche wachsen bereits. Rote Rüben sind praktisch Totalausfall. Ich hatte sie hinter dem Haus gesät, weil ich dachte, sie kommen auch mit einer schattigeren Lage zurecht, aber scheinbar ist es dort dann doch zu schattig.

Die Gladiolen muss ich noch abräumen und in den Keller bringen, aber das hat noch Zeit bis zum ersten Frost. Die Geranien und Fuchsien muss ich auch noch versorgen. Aber es herbstet jetzt ganz deutlich, bald ist die Saison zu Ende. Im Winter werde ich mir dann überlegen, wie der Garten nächstes Jahr werden soll – auf jeden Fall weniger arbeitsintensiv als dieses Jahr, und mit Schwerpunkt auf Gemüse, das ich nicht kaufen, oder nicht in vernünftiger Qualität kaufen kann, bzw. das fast ohne Pflege wächst, wie z.B. Zwiebeln.

 

Die Freilandsaison neigt sich dem Ende zu …

In der letzten Zeit habe ich nicht mehr viel zum Thema Garten oder Pflanzen geschrieben. Zum einen liegt das daran, dass ich wieder mehr Projekte am Computer mache, wie z.B. die Juwelensuche, aber auch an den Problemen, die ich im „Frustanfall“ Artikel angerissen habe.

In den letzten Wochen sind es weniger Pflanzen geworden. Zum einen müssen kälteempfindliche Pflanzen ins Haus, und ich möchte nicht noch mal so einen Winter wie den letzten, als die Wohnung in Teilen mehr Gewächshaus als Wohnung war, zum anderen ist mein Ziel generell weniger Pflanzen zu haben, so dass ich mich um die Verbleibenden besser kümmern kann.

Es ist schwer zu sortieren. Die Schritte sind klein, einige Pflanzen habe ich verschenkt, was sich nicht verschenken liess, habe ich der Biotonne überantwortet. Es sind immer noch zu viele Pflanzen übrig, aber es fällt mir schwer, von dem jetzigen Bestand noch mal welche wegzugeben. Die meisten davon sind etwas Besonderes, zumindest für mich.

Bis zum Ende des Winters werde ich sicher aber noch mal reduzieren (müssen). Es dauert nur, die endgültigen Entscheidungen zu treffen.

Rückblickend war es in Teilen ein gutes Gartenjahr, in Teilen jedoch auch schlechter als das Jahr zuvor. Es gibt viel weniger Birnen und Äpfel, dafür gab es viel mehr Gurken und Zucchini, die Tomaten leben und tragen immer noch, auch die Paprika tragen weiterhin, obwohl die Nächte schon wieder empfindlich kalt werden. Teilweise gab es in der Gegend schon Frost, bislang aber noch nicht bei mir am Haus.

Die Zwiebeln sollte ich erwähnen. Die Zwiebel wird unterschätzt – sie ist genügsam im Anbau, pflegeleicht, sehr haltbar und vielseitig verwendbar. Mir wird langsam klar, warum die Zwiebel in der Antike viel höher geschätzt wurde als heute – damals waren die Vorteile, vor allem die Lagerfähigkeit im Vergleich zu anderem Gemüse, noch viel wichtiger. Die Zwiebelfliege kann ich austricksen, indem ich Steckzwiebeln kaufe und erst im Juni stecke. Das klappt, die Zwiebeln reifen dennoch aus, und die Schwarmzeit der Zwiebelfliege ist im Juni weitgehend vorbei.

Da es jetzt dunkler wird, würde ich in der Wohnung gerne mit mehr Kunstlicht die Pflanzen in Szene setzen, aber ich habe Sorge um die Stromrechnung, wenn ich das tatsächlich mache. Die Solarpanels, die ich mir über den Sommer angeschafft habe, versorgen zwar die Lichtkammer an sonnigen Tagen zu 70% mit Solarstrom, und sparen damit Strom, der für andere Dinge zur verfügung steht, aber dabei handelt es sich lediglich um etwa 300 Wattstunden täglich, das ist nicht allzu viel.

Meine Bonsai-Anwärter werden langsam älter, und an einigen zeigt sich jetzt Potential. Das ist aber ganz sicher ein langfristiges Engagement, das mit meinen rasch wechselnden Interessen im Konflikt steht. Ich habe auch hier reduziert, ganz aufgeben will ich die Idee der gestalteten Pflanzen jedoch nicht. Ein halbes Dutzend oder so werde ich wohl weiterhin behalten und gestalten.

Für nächstes Jahr muss ich besser schmeckende Tomaten- und Spitzpaprikasorten suchen. Auch wenn mir alle anderen Hobbygärtner, die ich kenne, erzählen, wie viel besser ihre Tomaten im Vergleich zu den gekauften sind, für meine trifft das nicht zu. Bis auf eine Sorte, deren Saatgut im Handel gar nicht zu haben ist, sind alle etwas auf dem Niveau, das auch unser Gemüsehändler bietet, d.h. der Anbau bietet eigentlich gar keinen Vorteil, weder finanziell (wenn ich die Zeit für die Pflege mit meinem Gehalt verrechne), noch geschmacklich. Ich werde über den Winter bessere Sorten suchen gehen, wenn es dann aber wieder nichts wird (= nicht besser schmeckt, als das was der Gemüsehändler bietet), dann werde ich den Anbau von Tomaten und Paprika stark reduzieren oder ganz aufgeben.

Bei den Gurken ist es ähnlich, aber im Gegensatz zu denn Tomaten habe ich eine Sorte gefunden die mir sehr gut schmeckt und deren Saatgut einfach erhätlich ist. Die schlägt alle gekauften Gurken, zumindest für meinen Geschmack. Ähnlich ist es bei Rettichen.

Ich habe den verdacht, dass die Gärtner und Händler bei der Tomate reagiert haben, und jetzt bessere Tomaten anbieten, dass jedoch weniger populäre Gemüse wie Gurken und Rettiche im Handel immer noch Ramschware sind.

Ich vermute, dass mein Interesse an Pflanzen wieder zurückkehrt, und es dann auch wieder mehr zu berichten gibt. Im Moment steht die Reduktion im Vordergrund, weniger Pflanzen, aber dafür besser gepflegte.

 

 

 

Ende der Dürre

Von Ende Mai bis Anfang August gab es hier keine nennenswerten Niederschläge mehr. Alles, was nicht gegossen wurde begann zu vertrocknen.

Trockenheit
Trockenheit

Dann endlich, die Erlösung. Ein kräftiger Regenschauer bringt wieder Leben für die Wiese und füllt die Regentonnen, die viel zu lange trocken gefallen waren:

Regenwasser
Regenwasser

Es folgten dann noch mehrere Schauer und inzwischen sind meine Wasserfässer und andere Behälter wieder gut gefüllt. Damit habe ich kostenloses Gießwasser für mindestens zwei Wochen 🙂