Strohblumen

Als Kind hatte ich im Garten meiner Eltern Strohblumen kennengelernt, und war fasziniert, dass diese Sorte Blumen monatelang hält, während andere Blumen oft schon nach kurzer Zeit verwelkten.

Letztes Frühjahr habe ich mich daran erinnert, und versucht, Samen für Strohblumen zu erwerben. Es ist scheinbar nur eine Sorte im Handel gehäufig, wenn ich auch meine, dass meine Eltern noch andere Sorten hatten, mit anderen Blütenständen.

Die Aufzucht war etwas schwierig. Zum einen sind die kleinen Pflanzen pingelig, was Licht und Wasser angeht, zum anderen mögen die Schnecken Strohblumen viel zu gerne. Bis ich das gemerkt habe, waren die meisten auch schon abgefressen. Das ging über Nacht – Mampf und weg.

Aber einige haben es überstanden und auch geblüht:

Strohblumen
Strohblumen

Es klappt, die lassen sich trocknen und behalten die Farbe – nicht vollständig aber ganz ordentlich.

Das knifflige ist es, den richtigen Moment für den Schnitt zu erwischen. Schneidet man zu früh, dann öffnet sich die Knospe nicht. Schneidet man zu spät, dann öffnet sich die Blüte viel zu weit, und in einigen Fällen haben sich sogar Samen gebildet – praktischerweise an so kleinen Fallschirmen, dass sie dann auch durch das ganze Zimmer schweben können, bis man sich zu wundern beginnt, was denn da fliegt und der Sache nachgeht.

Wenn ich jetzt noch herausfinden könnte, unter welchem Namen die anderen Sorten gehandelt werden, dann wäre es perfekt. Aber nächstes Jahr will auch jeden Fall noch mal einige von dieser Sorte pflanzen.

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Ein wenig Bonsai

Ein gutes Jahr ist vergangen, irgendwie kommt es mir viel länger vor. Immer wieder war ich recht unzufrieden mit dem Benjamini, aber von allen meinen Bonsai-Versuchen schien er trotz aller Mängel der beste, und ich habe ihm immer wieder eine neue Chance gegeben.

So sieht er heute aus:

Ficus Benjamini
Ficus Benjamini

Es fehlen immer noch Äste, an einigen Stellen treibt er einfach nicht. Aber der Stamm hat enorm an Dicke zugelegt, und auch der Wurzelansatz hat sich entwickelt, wenn auch im Moment teilweise abgedeckt.

Durch die Art und weise wie ich den Benjamini damals von der Topfpflanze zum Bonsai-Anwärter gemacht habe, gibt es im Wurzelbereich viele Stellen, die nicht gut aussehen. Aber mit all seinen Fehlern, das ist der erste meiner Bonsai-Versuche, der ein wenig Charakter entwickelt, der ein wenig nach Baum aussieht.

Mal sehen was aus dem Rest wird. Es sind alles noch junge Bäume, und so wie ich die letzten zwei Jahre erlebt habe, wird es sicher noch sehr lange dauern, biss sich da etwas tut. Spannend ist eine kleinblättrige Feige, die meinen Wünschen, die Pflanze wenigstens zeitweise in der Wohnung zu halten, und einer größe möglichst unter 30cm, entgegenkommt.

Die alte Stockrose blüht wieder

Als ich den Garten übernahm, gab es drei alte Stockrosen, die ziemlich unterdrückt und überwuchert waren. Ich habe versucht, sie von der Umklammerung durch die anderen Pflanzen zu befreien und wieder aufzpäppeln. Eine davon kümmert immer noch, und ich habe Sorge, dass sie ganz eingeht. Aber die zwei anderen sind jetzt wieder recht lebendig, und blühen schön.

Diese hier gefällt mir von den Farben her am besten:

Stockrose
Stockrose

Wildnis mit Zierlauch

Als ich die Zierlauch-Zwiebeln gekauft habe, hatte ich die sternförmigen, zwiebelähnlichen Blüten im Kopf, die manche Allium-Arten ausbilden. Dieser hier hat aber andere Vorstellungen:

Zierlauch
Zierlauch

Er blüht mit etwas farblosen Glocken. In einer anderen Umgebung wurden diese sicher sehr vornehm wirken, hier in der Wildnis kommen sie nicht richtig zur Geltung. Aber ich hatte auch mit großen, kugelförmigen Sternblüten geplant … tja. Ein wenig enttäuscht bin ich jetzt, dass es die falsche Allium-Sorte war, die ich da gekauft habe, andererseits sind die Glocken auch sehr apart. Und im Herbst kann ich die Zwiebeln immer noch ausgraben und an einen Ort setzen, wo die Blüten besser passen, wenn ich will.