Umstellung der Lichtkammer auf LED Leuchten

Die Leuchtstoffröhren in der Lichtkammer altern. Man merkt es deutlich, wie sehr sie im letzten Jahr abgebaut haben.

Das, und die im Vergleich zu den verwendeten Röhren höhere Effizienz der LEDs brachte mich dazu, die Beleuchtung in der Kammer umzustellen.

Der Stromverbrauch liegt jetzt 25% niedriger, und wenn die Angaben der Hersteller stimmen, ist die Lichtstärke in der Kammer jetzt sogar höher als zuvor.

Da die LED Module sehr kompakt sind, kann ich jetzt besonders lichthungrigen Pflanzen persönliche Leuchten spendieren, wie diesem Dickblatt:

Individualbeleuchtung
Individualbeleuchtung

Und da es die LEDs in verschiedenen Lichtfarben gibt, kann ich jetzt auch eine Dämerung in der Kammer simulieren, indem ich bestimme Module abschalte:

Lichtkammer, Dämmerungsmodus
Lichtkammer, Dämmerungsmodus

Hier sieht man auch deutlich die Wirkung der kleinen Leuchten für die lichthungrigen Pflanzen. Bei voller Beleuchtung der Kammer fällt es sonst kaum auf.

Spannend wird das Experiment mit diesem kleinen Thymian:

Thymian
Thymian

Ein Thymian ist ein Halbstrauch, ich will versuchen, daraus ein kleines Büschchen für die Kammer zu formen. Bin gespannt, ob das klappt, und ob der Thymian blühen wird. Sorge macht mir der fehlende Winter in der Kammer. Thymian ist immergrün, aber vielleicht braucht er dennoch eine Winterpause – mal sehen, nächstes Jahr bin ich schlauer.

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Ausgeleierte Leuchtstoffröhren?

Gestern hatte ich den Eindruck, dass das Licht in der Lichtkammer schwächer geworden sei. Testweise habe ich dann eine der Leuchtstoffröhren durch eine neue ersetzt, die ich schon früher als Ersatz gekauft hatte. Die neue ist deutlich heller.

Bauen Leuchtsoffröhren so schnell ab? Die Lichtkammer war noch nicht mal ganz ein Jahr in Betrieb, aber zugegeben, bei 12 Stunden Leuchtdauer täglich kamen viele Betriebsstunden zusammen.

Vielleicht war auch der Vergleich nicht fair – die neue Röhre ist eine Osram, die alten sind chinesische No-Name Röhren, die mit den Fassungen geliefert wurden. Von der Spezifikation her, Lichtfarbe und Lichtstrom müssten beide jedoch gleich sein.

Muss ich die Röhren jetzt jährlich tauschen? Oder wird die Osram länger halten?

Ein weiterer Punkt der mich unsicher macht: In der Lichtkammer scheint es mit der aktuellen Konfiguration, 2 * 1300 Lumen Lichtstrom, für viele Pflanzen zu dunkel zu sein. Vor allem kleine Blütenpflanzen scheinen mehr Licht zu benötigen, auch viel Sukkulenten und Pflanzen mit interessanten Blattformen. Schattenpflanzen sind meist sehr ausladend – kleine Pflanzen die blühen und mit dem Licht zurechtkommen habe ich immer noch nicht viele gefunden. Nur Hornveilchen und Usambara-Veilchen scheinen regelmässig so gut mit den Bedingungen zurechtzukommen, dass sie blühen.

Tagetes kommen zwar zur Blüte, bekommen nach einiger Zeit jedoch eine seltsame Blattkrankheit. Die Blätter wirken wie ausgetrocknet, und die Pflanze stirbt langsam ab. Das gleiche Problem habe ich auch an einem Hornveilchen und an Mini-Chrysanthemen beobachten können. Ob es am fehlenden Luftstrom liegt? In der Kammer bewegt sich die Luft fast gar nicht. Oder ist es nicht hell genug? Die Pflanzen sind jedoch nicht vergeilt, das müsste eigentlich bedeuten, dass das Licht ausreichend war.

Ich frage mich, ob ich die Lichtstärke erhöhen sollte. In der Kammer sind fünf Fassungen installiert, ich könne also bis zu fünf Röhren in Betrieb nehmen, aber ich habe Angst vor der Stromrechnung. Bislang scheint es, als hätte ich den zusätzlichen Verbrauch durch die Lichtkammer durch Einsparungen an anderer Stelle fast komplett kompensieren können, aber ich sehe kaum noch Möglichkeiten, noch mehr Strom zu sparen.

Mit 750kWh pro Jahr liege ich bei etwa 50% eines durchschnittlichen Ein-Personen-Haushalts, d.h. eigentlich bin ich schon sehr sparsam, und sollte vielleicht etwas entspannter mit dem Thema umgehen. Immerhin ist die Lichtkammer so ziemlich der einzige Luxus, den ich mir gönne.

 

 

Das Hornveilchen mit dem strengen Blick

Seit Januar habe ich einige Hornveilchen in der Anzucht, inzwischen ist eines so weit, dass es blüht. Man sagt oft, Hornveilchen und Stiefmütterchen haben ein Gesicht. Dieses hier schaut besonders streng:

Hornveilchen
Hornveilchen

Hauptsächlich interessiert mich die Verträglichkeit der Hornveilchen mit der Lichtkammer. Ich habe bislang nur wenige kleine Blumen gefunden, die dort auf Dauer bleiben konnten – eigentlich nur die Usambara-Veilchen. Die blühen dafür recht regelmässig.

Neben dem Hornveilichen wächst eine Bellis vom Händelr, es ist auch ein Test ob die Bellis in der Lichtkammer gedeiht. Es wäre schön, einige kleine Blumen zu finden, die über längere Zeit in der Lichtkammer bleiben können. Die Bellis ist sehr durstig, daran muss ich mich beim Gießen erst noch gewöhnen.

Winterchili

Es war eigentlich ein Experiment, als ich Ende November 2014 zwei Chilis säte. Eine sollte am Fenster wachsen, und eine in der Lichtkammer, ich wollte vergleichen, wie sich die zwei Entwickeln würden. In einem Forum hatte ich gelesen, das Licht am Fenster würde von November bis Ende Januar für Chilis nicht ausreichen, die Pflanzen würden kümmern und krank werden.

Die Chili in der Lichtkammer hatte einen besseren Start, das muss man sagen. Aber die am Fenster entwickelte sich auch gut, und im Moment liegen beide beinahe gleich auf. Von der größe her führt die Chili in der Lichtkammer, aber die am Fenster hat inzwischen 6 Chili-Schoten.

Winterchili
Winterchili

Das hat mich dann doch sehr überrascht. Nicht nur hat sich die Chili in der dunklen Jahreszeit ganz gut entwickelt, sie hat auch noch Früchte angesetzt. Ich denke, damit ist die Theorie widerlegt, dass das Licht für Chilis im Winter nicht ausreicht – zumindest an einem Südfenster geht es. Der Raum ist beheizt, und hat meist so zwischen 20 und 23°.

Ein Geschmackstest wird schwierig, für mich sind Chilis lediglich „scharf“, die Feinheiten des Chili-Geschmacks erschliessen sich mir nicht. Aber vielleicht kann mir hier ein Nachbar helfen, der gerne scharf isst.

 

Licht und Farben gegen die Winterdepression

Die Lichtkammer war unter anderem auch ein Versuch, etwas gegen meine Winterdepression zu unternehmen. Es gibt vieles, was mich im Winter runter zieht, es ist nicht nur der Mangel an Licht, sondern mehr generell, der Mangel an Natur – alles wirkt tot, die meiste Zeit sind die dominanten Farben grau und braun. Zudem ist es kalt, aber da kann auch die Lichtkammer nicht helfen.

Die Lichtkammer wirkt dennoch gleich dreifach – sie ersetzt mir morgend den Wecker, in meinem Zimmer geht sozusagen per Schaltuhr morgens die Sonne auf. Ich muss sagen, das hilft mir sehr, viele Wintertage starten sehr dunkel, auch wenn meine Arbeit es mir erlaubt sehr spät aufzustehen, und es meist schon Tag wäre, wenn ich aufwache.

Dazu bleibt es in der Kammer lebendig, die Pflanzen wachsen auch im Winter, wenn die meisten anderen Zimmerpflanzen eine Ruheperiode halten, oder mangels Licht am Fenster ihre Schönheit auch nicht recht zur Geltung bringen können.

Farbe – nun, ich habe etwas gemogelt, und einige blühende Pflänzchen dazu gekauft, aber ich hoffe in den kommenden Jahren mit etwas mehr Erfahrung auch anderes als die Tagetes und die Chili im Winter zum blühen zu bringen.

Einige Impressionen aus der Lichtkammer.

Hier das Rosa Usambaraveilchen. Ich hoffe es bleibt klein, das wäre gut.

Rosa Usambara
Rosa Usambara

Und hier ein Fittonia Steckling, der gerade gewurzelt hat. Das Rot der Blätter bringt auch etwas Farbe. Die Pflanze müsste leicht zu vermehren und auch zu verjüngen sein.

Fittonia Steckling
Fittonia Steckling

Dann mein Liebling, die orange-rosa Zwergrose. Sie wird im Frühjahr ins Freiland umziehen, weil ich sie auf keine Fall verlieren will, aber ich hoffe, es gelingt mir, einen Steckling zu nehmen und zu bewurzeln. Mit Rosenstecklingen hatte ich bislang noch keinen Erfolg, aber versuchen werde ich es auf jeden Fall.

Zwergrose
Zwergrose

Ich muss sagen, die Lichtkammer ist das schönste was ich seit langer Zeit hatte. Es ist schön, morgens zu Beginn des Tages nach den Pflänzchen zu sehen, und abends vor dem Zubettgehen wieder. So kann ich den Winter vergessen, zumindest zeitweise.

 

Die Lichtkammern, und noch mal Umbau

Aktuell sieht es so aus – die obere Lichtkammer ist hauptsächlich Anzuchtstation. Die Paprika scheinen etwas schnell in die Höhe zu kommen, ein Zeichen, dass es ihnen an Licht fehlt. Ich habe jetzt versucht, die meisten Paprika möglichst nahe zu den Lampen zu stellen. Die Petunien wachsen brav, und ohne zu vergeilen. Die Tagetes mögen das Licht auch, und blühen inzwischen. Die Löwenmäulchen mögen die Kammer nicht, und sind schon wieder hoffnungslos vertrieben. Die Orchidee treibt etwas versteckt einen neuen Blütenstängel, ich nehme das als Zeichen, dass sie sich dort wohl fühlt. Für den Thymian reicht das Licht auch nicht, der ist ebenfalls vergeilt.

Obere Lichtkammer
Obere Lichtkammer

Hier die untere Lichtkammer, nach dem gestrigen Umbau:

Untere Lichtkammer
Untere Lichtkammer

Ich hoffe, sie kann jetzt so bleiben. Ich muss noch einige Bereiche mit passendem Kies und Split nachdekorieren, aber im Prinzip sollte die Anordnung der Pflanzstellen jetzt für einige Zeit stabil bleiben können.

Hoffnungsträger sind die kleinen Glockenblumen, auch der Phlox, der heute eingezogen ist. Die Chili, das Efeu, die Zwergpalme, der Sonnentau, die Usambara-Veilchen und die Hawortia scheinen alle dauerhaft dort bleiben zu können.

Ich fühle mich unsicher über die kleine Chrysantheme links. Sie ist ein Kurztagsblüher, und wird in der Kammer ohne Nachhilfe nicht mehr zur Blüte gelangen. Aber bis sie abgeblüht ist, wird sie erst einmal dort bleiben.

Die Suche nach geeigneten Pflanzen geht weiter. Manches funktioniert überraschend gut, wie die Chilis, von denen ich dachte, sie bräuchten viel mehr Sonne, anderes hat überraschend schlecht funktioniert, wie die Kalanchoe, die scheinbar mehr Licht benötigen, obwohl sie als tauglich für „halbschatten“ ausgewiesen werden. Aber auch die Kalanchoe sind Kurztagsblüher und haben somit das gleiche Problem wie die Chrysantheme – die Beleuchtungsdauer pro Tag ist zu lang für sie, um zur Blüte zu gelangen.

Ein weiteres Experiment wird eine Fuchsie sein, die später im Jahr die Rosen ersetzen soll. Eine Fuchsie könnte ohne Ruhephase überleben, Fuchsien wachsen auch in Florida, wo es im Winter um die 15° hat. Die Rosen überleben auf Dauer im Zimmer eher nicht, aber ich glaube, ich teste das, wie auch den Phlox.

Ich frage mich auch, ob ich etwas mehr investieren sollte. Die untere Lichtkammer hat 5 Röhren installiert, von denen ich nur 2 Betreibe. Ich könnte den Lichtstrom also mehr als verdoppeln wenn ich will – und damit meine Stromrechnung, aber auch die Auswahl an Pflanzen.

Für die obere Kammer, die im Moment für viele Pflanzen nicht Lichtstark genug scheint, gibt es mehrere Möglichkeiten. Einmal den Ersatz der 24 Watt LED Beleuchtung durch eine 36 Watt Leuchtstoffröhre, um Licht mit höherem Blauanteil zu haben. Das würde zusätzlich zur Farbänderung den Lichtstrom von 2200 Lumen auf 3100 Lumen erhöhen. Die andere Variante ist die Installation einer weiteren 12 Watt LED, was dann auch zu 36 Watt Stromverbrauch führt, und auf dem Papier 3300 Lumen Lichtstrom wären, mehr als eine Tageslicht Röhre, aber mit einer niedrigeren Farbtemperatur.

Im Moment rechne ich mit 80 Euro pro Jahr für den Betrieb der beiden Kammern, Das sind weniger als 7 Euro im Monat, eigentlich nicht viel. Ich könnte mir mehr Licht für die Kammern leisten. Aber ich habe Angst vor dem Moment, da ich es nicht mehr kann, und ich die Kammern aufgeben muss, weil ich sie sehr lieb gewonnen habe, schon so wie sie jetzt sind.

Kurios ist es schon – früher hatte ich in dem Zimmer mit den Lichtkammern 115 Watt Halogenbeleuchtung, die Abends und oft bis spät in die Nacht an war. Im Moment benötige ich keine Beleuchtung für das Zimmer, weil die obere Kammer so justiert ist, dass sie bis 23:40 Uhr Leuchtet, und ich mir somit die Deckenbeleuchtung sparen kann – das verringert die effektiven Kosten für die Kammern wieder etwas.

Umbau in der Lichtkammer

Wieder mal schien mir die Anordnung der Pflanzstellen in der unteren Lichtkammer nicht optimal, und ich habe noch mal den rechten Bereich, und den vorderen, mittleren Bereich umgestaltet.

Renovierung, Teil 3
Renovierung, Teil 3

Neu sind die Rose rechts, der kleinblättrige Ficus hinten rechts, und die kleine Azalee. Die zuerst gekaufte Rose kränkelte schon am Tag nach dem kauf, von drei Stängeln sind inzwischen zwei abgestorben. Ich habe schwer den verdacht, dass hier mehr oder weniger Pflanzenmüll verkauft wurde, aber ich hoffe, den dritten Stängel am Leben erhalten zu können, weil mir die Farbe der Blüten so gefällt. Wenn die Rose noch mal wächst, kann ich auch versuchen, eine Steckling zu nehmen. Bislang hatte ich mit Rosenstecklingen aber noch keinen Erfolg, aber ich will es auf jeden Fall wieder versuchen.

Auf dem Foto ist mit dann aufgefallen, wie kahl jetzt der Bereich hinten in der Mitte aussieht. Ich denke, dort muss ich auch noch mal umbauen, auch wenn das eine schwierige Stelle ist, was die Baumassnahmen anbelangt. Der Berg links kommt leicht ins rutschen, und ich brauche eine bessere Stütze am hinteren Rand, die ist vor allen in der Mitte bislang nicht vorhanden.