Vor Schnecken ist nichts sicher

Diese Tage habe ich beim Gießen eine kleine Schnecke in der Lichtkammer entdeckt. Etwa 2cm lang, als sie versuchte zu fliehen, und hell beige.

Ich wundere mich, wie die Schnecke wohl in die Lichtkammer kam. Die Kammer ist Teil einer Schrankwand, und die Pflanzen stehen meist schon sehr lange in der Kammer. Die letzten Neuzugänge waren im Frühsommer, wenn ich mich recht erinnere.

Wie schnell wachsen Schnecken? Ich wundere mich, wie alt die kleine Schnecke wohl war. Und, ob da noch mehr kommen, bzw. noch schlüpfen oder so – ich will keine Schnecken in der Wohnung!

Advertisements

Schneckenkorn, die Streubomben des Gärtners

Streubomben sind geächtete Munition, und ähnlich fühle ich mich jetzt nach dem Einsatz von Schneckenkorn. Eigentlich möchte ich möglichst wenig Gift im Garten einsetzen, aber wenn ich etwas ernten möchte, dann geht das nicht wenn die Schnecken alles was keimt oder was ich auspflanze nach kurzer Zeit wieder abfressen.

Wenn ich die Schnecken gefunden hätte, dann wären auch andere Lösungen in Frage gekommen, aber die versteckten sich zu gut, zumindest so lange ich im Garten tätig war.

Das Schneckenkorn wirkt hervorragend. Leider hat es auch einen kleinen Tigerschnegel erwischt. Das wollte ich nicht, aber ich hatte auch keinen Tigerschnegel in meinem Beet vermutet. Auf jeden Fall tut mir der Schnegel leid, den es da erwischt hat.

Immerhin hoffe ich jetzt, dass die zweite Generation Salat eine Chance hat. Auch die roten Rüben, das Maggikraut, die Petersilie, die Strohblumen, der Dill und die anderen Pflanzen, die ich gesät oder vorgezogen habe.

Ich mag keine Brühläuse in meinem Tee

Ich bin ein Fan von Kräutertees aus meinem Garten. Aber ich mag keine Brühläuse in meinem Tee. Und die heutige Kochameise in der Tasse war auch nicht besser.

*seufz*

Man hat’s nicht leicht. Aber Tee aus frischer Minze oder Melisse  ist geschmacklich trotzdem unschlagbar. Zum Glück merkt man den Beigeschmack der Insekten nicht … nur die Reste unten in der Tasse …

Frühpaprika

In einem Gartenforum, das ich zu der Zeit häufig konsultierte, kam immer wieder die Frage auf, ob man Paprika überwintern kann, ob es sich lohnt und wie man es am besten macht. Die Diskussion schwankte zwischen „sinnlos, gehen alle ein“ und „geht, bringt aber keine Vorteile gegenüber neu gezogenen Pflanzen“, mit Berichten über diverse Versuche mit und ohne Kunstlicht, mit mehr oder weniger Erfolg.

Ich beschloss damals, es mit 4 meiner Paprika selbst zu versuchen, um zu sehen was passiert, und wählte drei Spitz- und einen Blockpaprika aus.

Gleich vorweg: Zwei davon sind eingegangen. Einer aus unbekannten Gründen. Nun vielleicht nicht ganz, ich habe in der Erde Engerling-ähnliche Maden gefunden, aber ich glaube nicht so recht dass diese ganz allein ausgereicht haben den Paprika abzumurksen. Der zweite Verlust geht auf meine Kappe. Mit den Paprika oder vielleicht auch einer anderen Pflanze hatte ich Blattläuse eingeschleppt, und diverse Versuche mit verschiedenen Hausmittelchen wollten allesamt keinen richtigen Erfolg bringen. An einem Tag war ich es dann Leid mit den Läusen, und benutze an einem Paprika eine Mixtur aus Salatöl, Spülmittel, Soda und Wasser. Ergebnis: Läuse tot, Paprika nach zwei Tagen auch tot. Vermutlich das Soda zu hoch dosiert, und eigentlich nimmt man für die Mixtur Natron statt Soda …

Die zwei anderen hatten auch eine schwere Zeit, das muss ich ganz offen sagen. Es fehlte an Licht, und das zusammen mit der Heizungsluft machte den Paprika schwer zu schaffen. Dazu noch die Läuseplage, die immer wieder ausbrach. Aber jetzt wachsen beide wieder prächtig. Das hier ist der Überlebende Spitzpaprika – im Moment draussen weil es sonnig und warm geworden ist. Ich vermute jedoch, dass er bis Mitte Mai noch ein paar mal in die Wohnung muss, wenn wieder kalte Nächte drohen.

Frühpaprika, spitz
Frühpaprika, spitz

Toll finde ich es, dass er bereits den ersten Paprika angesetzt hat. Das passierte noch in der Wohnung. Sobald die Sonne wieder kräftiger schien ging es mit den Blüten los, und eine Blüte wurde wohl bestäubt. Auch der Kollege Blockpaprika hat bereits einen kleinen Paprika angesetzt, ist aber noch nicht so weit wie der Spitzpaprika. Aber ich denke, man sieht auch die Schäden, die die Läuse und der Winter allgemein an der Pflanze angerichtet haben.

Lohnt sich das überwintern? Eine schwere Frage. Trotzdem, dass ich zwei Paprika durch den Winter gebracht habe, und beide schon Früchte ansetzen, bin ich versucht zu sagen, es lohnt sich nur für Liebhaber. Die Pflanzen brauchen viel Platz, falls man Probleme mit Schädlingen hat, dann ist die Bekämpfung in der Wohnung sehr schwer, ausser man will richtig Chemie einsetzen. Im Moment bin ich unsicher ob ich es noch einmal versuchen werden, aber ich könnte mir vorstellen, die zwei besten Pflanzen aus 2015 wieder zu überwintern. Vielleicht geht es mit der gewonnenen Erfahrung besser.

 

Miniatur Grashüpfer

„Je grüner, desto hüpf“, pflegte mein Schwager zu sagen, und normalerweise verband ich das mit Fröschen, den grünen Grasfröschen im speziellen.

Aber heute habe ich etwas neues entdeckt:

Grashüpfer
Grashüpfer

Ein winzig kleiner Grashüpfer, auf einem meiner Lavendel-Stecklinge. Ich hatte nicht gedacht, dass es jetzt schon Grashüpfer gibt, aber in der Größe, etwa einem halbem Zentimeter, würde man sie im Garten auch kaum entdecken. Ich vermute, ich habe ihn mit dem Steckling ins Haus geholt.

Die Blätter rechts vom Hüpfer sehen etwas angenagt aus. Ich habe so den Verdacht, dass er es war, der da genagt hat…

Was mich überrascht ist, dass die Lavendel-Stecklinge bereits austreiben. Ich hoffe das heisst, dass sie auch gewurzelt haben, wäre schade wenn nur neue Blätter kämen, und die Stecklinge dann in Kürze eingingen.