pH-Wert 7.5

Ausgerüstet mit Meßstreifen aus der Apotheke habe ich heute zum ersten Mal den pH-Wert meines Gartenbodens bestimmt. Da es Lehmboden ist, hatte ich nicht wirklich mit einem sauren Boden gerechnet (den einige meiner Pflanzen gemocht hätten), aber mit einem pH-Wert zwischen 7 und 7.5 liegt der Boden eher im neutralen bis alkalischen Bereich, und das hatte ich angesichts der Nähe zur Stadt und Jahrzehnten von saurem Regen nicht erwartet.

Das dürfte auch der Grund sein, warum sich der Rhododendron trotz aller Pflegeversuche hier noch nie wohl gefühlt hat:

Rhododendron im falschen Boden
Rhododendron im falschen Boden

Auf die Idee, den pH-Wert zu messen kam ich, weil ich unlängst im Baumarkt ein Säckchen Bittersalz, Magnesiumsulfat, erstanden hatte. Bittersalz ist ein Magnesium- und Schwefel-Dünger, der als Nebeneffekt den pH-Wert des Bodens senken kann. Und dann wollte ich eben Wissen, was für einen pH-Wert mein Boden überhaupt hat, d.h. welche Chancen ich habe, damit das Leben meines Rhododendron zu verbessern.

Jetzt weiss ich es, und das Wissen ließ mich auch umgehend den vor zwei Wochen gepflanzten Heidelbeerstrauch wieder ausgraben. Heidelbeeren mögen es deutlich sauer, sie möchten einen pH-Wert von 4 bis 5, und das schaffe ich bei dem Boden auch mit Mengen von Bittersalz nicht. In einem Kübel ist es einfacher, dem Heidelbeerstrauch gute Bedingungen zu bieten.

Der Rhododendron hat jetzt eine Dosis Bittersalz erhalten, etwa 100g. Bei einem pH-Wert von 7 des Bodens an sich wird das allerdings nur wenig bringen. Vielleicht hilft es trotzdem. Es wäre schön, den Rhododendron mal gesund und grün zu sehen 🙂

 

 

 

 

Das Beet hinter dem Haus

Hinter dem Haus gibt es ein Beet, das die letzten Jahre nur spärlich gepflegt und genutzt wurde. Da mir dieses Jahr der Platz in den Beeten vor dem Haus ausgeht, und ich dem Nachbarn aus der Wohnung über mir auch ein Plätzchen im Garten vor dem Haus, wo es sonniger ist, angeboten habe, lag es nahe, das alte Beet wieder in Betrieb zu nehmen.

Beet hinter dem Haus
Beet hinter dem Haus

Ich habe angefangen das Beet umzugraben und Unkraut zu jäten. Die Erde ist teilweise recht gut, teilweise aber auch sehr hart. Es wird eine Weile dauern, bis es guter Boden geworden ist. Man merkt es, dass das Beet schon viele Jahre nicht mehr richtig genutzt worden ist.

Im hinteren Teil des Beetes wachsen Walderdbeeren, die will ich dort lassen, zumindest vorerst.

Die Sonne erreicht das Beet so zwischen 14 und 15 Uhr, und es bleibt dann bis zum Abend sonnig an der Stelle.

Ich will dort eine Gurke, Salat und einige Rote Rüben anpflanzen. Bei den Roten Rüben bin ich ziemlich sicher, dass ihnen der Standort gefällt, beim Salat und der Gurke weniger, aber ich hoffe, die Sonne reicht aus. Zumindest ist es dort feuchter als vor dem Haus, was der Gurke und dem Salat entgegenkommen müsste.

Eine Kulturheidelbeere habe ich schon vor zwei Wochen dort gepflanzt. Der Boden ist nicht ideal, vermutlich nicht sauer genug, aber der Standort müsste der Heidelbeere eigentlich zusagen. Mal sehen was daraus wird. Hoffentlich viele Heidelbeeren 🙂

Und auch hinter dem Haus ist die Wiese jetzt voller Primeln:

Primeln hinter dem Haus
Primeln hinter dem Haus

Ich bin versucht zu sagen: Alles so schön bunt hier 😀