Frühpaprika

In einem Gartenforum, das ich zu der Zeit häufig konsultierte, kam immer wieder die Frage auf, ob man Paprika überwintern kann, ob es sich lohnt und wie man es am besten macht. Die Diskussion schwankte zwischen „sinnlos, gehen alle ein“ und „geht, bringt aber keine Vorteile gegenüber neu gezogenen Pflanzen“, mit Berichten über diverse Versuche mit und ohne Kunstlicht, mit mehr oder weniger Erfolg.

Ich beschloss damals, es mit 4 meiner Paprika selbst zu versuchen, um zu sehen was passiert, und wählte drei Spitz- und einen Blockpaprika aus.

Gleich vorweg: Zwei davon sind eingegangen. Einer aus unbekannten Gründen. Nun vielleicht nicht ganz, ich habe in der Erde Engerling-ähnliche Maden gefunden, aber ich glaube nicht so recht dass diese ganz allein ausgereicht haben den Paprika abzumurksen. Der zweite Verlust geht auf meine Kappe. Mit den Paprika oder vielleicht auch einer anderen Pflanze hatte ich Blattläuse eingeschleppt, und diverse Versuche mit verschiedenen Hausmittelchen wollten allesamt keinen richtigen Erfolg bringen. An einem Tag war ich es dann Leid mit den Läusen, und benutze an einem Paprika eine Mixtur aus Salatöl, Spülmittel, Soda und Wasser. Ergebnis: Läuse tot, Paprika nach zwei Tagen auch tot. Vermutlich das Soda zu hoch dosiert, und eigentlich nimmt man für die Mixtur Natron statt Soda …

Die zwei anderen hatten auch eine schwere Zeit, das muss ich ganz offen sagen. Es fehlte an Licht, und das zusammen mit der Heizungsluft machte den Paprika schwer zu schaffen. Dazu noch die Läuseplage, die immer wieder ausbrach. Aber jetzt wachsen beide wieder prächtig. Das hier ist der Überlebende Spitzpaprika – im Moment draussen weil es sonnig und warm geworden ist. Ich vermute jedoch, dass er bis Mitte Mai noch ein paar mal in die Wohnung muss, wenn wieder kalte Nächte drohen.

Frühpaprika, spitz
Frühpaprika, spitz

Toll finde ich es, dass er bereits den ersten Paprika angesetzt hat. Das passierte noch in der Wohnung. Sobald die Sonne wieder kräftiger schien ging es mit den Blüten los, und eine Blüte wurde wohl bestäubt. Auch der Kollege Blockpaprika hat bereits einen kleinen Paprika angesetzt, ist aber noch nicht so weit wie der Spitzpaprika. Aber ich denke, man sieht auch die Schäden, die die Läuse und der Winter allgemein an der Pflanze angerichtet haben.

Lohnt sich das überwintern? Eine schwere Frage. Trotzdem, dass ich zwei Paprika durch den Winter gebracht habe, und beide schon Früchte ansetzen, bin ich versucht zu sagen, es lohnt sich nur für Liebhaber. Die Pflanzen brauchen viel Platz, falls man Probleme mit Schädlingen hat, dann ist die Bekämpfung in der Wohnung sehr schwer, ausser man will richtig Chemie einsetzen. Im Moment bin ich unsicher ob ich es noch einmal versuchen werden, aber ich könnte mir vorstellen, die zwei besten Pflanzen aus 2015 wieder zu überwintern. Vielleicht geht es mit der gewonnenen Erfahrung besser.

 

Wer früh sät muss früh topfen

Letztes Jahr war ich spät dran mit meinen Paprika. Ich hatte sie erst Ende März gesät, und bis Mitte Mai waren sie dann gerade mal 10 – 15 cm groß.

Dieses Jahr wollte ich es besser machen, und habe schon im Januar ausgesät. Die Paprika haben sich schön entwickelt, trotz der wenigen Sonne im Winter.

Paprika
Paprika

Leider konnte ich sie nicht mehr länger in den Anzuchttöpfen lassen, die ersten zeigten schon Mangelerscheinungen und ich habe sie jetzt in größere Töpfe gesetzt. Und es sind immer noch gut 6 Wochen bis zu den Eisheiligen … ich frage mich, was für einen Dschungel ich dann im Zimmer haben werde. Zu den Paprika kommen noch 10 Tomaten und diverse andere dazu, die auch schon alle am Wachsen sind.

Es geht los mit neuen Pflanzen für 2015

Es ist zwar noch Winter, aber die Tage werden wieder länger und ich habe mit der Anzucht der ersten Pflanzen für 2015 begonnen.

Einige Paprika waren die ersten, die wachsen erfahrungsgemäß sehr langsam, und das Licht am Fenster müsste bereits ausreichen, damit sie sich ordentlich entwickeln können. Drei Chili wachsen auch, aber die werden eher Zier- als Nutzpflanzen, da für mich die Chilis zu scharf sind. Die Schoten werde ich verschenken, wenn sie reif sind, denke ich. Einen Abnehmer habe ich schon 🙂

Von den 4 Paprika, die ich überwintern will, leben noch 3. Einer ist aus unbekannten Gründen eingegangen, ich vermute Schädlinge im Boden, da ich bei der Obduktion einige Maden im Boden gefunden habe, allerdings kleiner als die echten Engerlinge.  Die anderen drei Leben noch, aber der Mangel an Licht macht ihnen zu schaffen. Die Blattlausplage habe ich jetzt hoffentlich im Griff, mit einer neuen Öl-in-Sodawasser Emulsion. Das Soda macht wohl den Unterschied.

Testweise hatte ich in der Lichtkammer auch Löwenmäulchen gesät, aber die mögen das Kunstlicht nicht besonders. Die hälfte davon steht jetzt am Fenster, die andere weiterhin in der Lichtkammer. Bei einer Höhe von etwa 12-15 cm habe ich sie auf je 2 Blattpaare zurückgeschnitten, um Verzweigungen zu erzwingen, und die meisten wachsen jetzt mit 2 oder 4 Trieben. Ich hoffe, die Pflänzchen werden kräftig genug, damit ich sie später ins Freiland setzen kann, Löwenmäulchen sind für Zimmerklima wohl nicht so geeignet.

Ähnlich geht es dem Thymian. 5 zarte Pflänzchen, auch in der Lichtkammer, aber ich beobachte den Abstand zwischen den Blättern misstrauisch, und glaube, auch für den Thymian reicht das Licht nicht aus. Nun, es war ein Experiment, und weitere werden folgen – manche Pflanzen mögen das Kunstlicht und andere nicht, und ich habe bislang auch in den Gartenforen niemand gefunden, der mit Erfahrungswerten hätte helfen können. Im Moment hoffe ich auch auf kommende, bessere LED Leuchten, die noch mehr Licht bei gleichem Stromverbrauch liefern, dann könnte ich in der Lichtkammer wohl noch mehr oder Lichthungrigere Pflanzen wachsen lassen.

Als nächstes in der Anzucht sind ein paar Hornveilchen und Steinkraut, es soll ja auch etwas blühen im Garten 🙂 Einen Steingarten würde ich gerne anlegen, aber meine Steinsammlung wurde mit dem elterlichen Garten zusammen verkauft, und ich muss erst mal sehen, wieder einige Steine zusammen zu bekommen.

Die anderen Pflanzen und Blumen werden so nach und nach dazu kommen, ich fürchte im April und Mai wird es wieder sehr eng an den Fenstern. Um etwas Platz zu bekommen, habe ich eines meiner Usambara-Veilchen den Nachbarn von oben geschenkt. Sie haben sich gefreut, somit war das zweimal gut, etwas Platzt für neue Pflanzen bekommen und eine Freude gemacht 🙂

Letzte Änderungen im September

Im September habe ich mehr oder weniger zufällig im Baumarkt junge Beerensträucher entdeckt, und ich habe mir eine Brombeere und eine Stachelbeere gekauft, weil beide relativ leicht zu ernten und zu verarbeiten sind. Letzte Änderungen im September weiterlesen

Juli, die Ernte naht

Es ist jetzt Mitte Juli, und die Tomaten werden langsam rot. Eigentlich hatte ich gedacht, dass die Tomaten früher reif werden, aber vielleicht lag es am schlechten Start, als im Mai zuerst der Sonnenbrand und dann noch Kälte die Pflanzen malträtiert haben.

Tomaten fast rot
Tomaten fast rot

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Mai, Beginn der Freilandsaison

Geduld ist nicht meine Stärke, und so hatte ich die Tomaten schon früh im Mai ins freie gesetzt. Zuerst bekamen sie Sonnenbrand, als wir einige vollsonnige Tage hatten, danach erfroren sie fast, als die Eisheiligen doch noch kamen. Der Start war nicht besonders, aber sie haben beides überlebt. Mai, Beginn der Freilandsaison weiterlesen