Lavendel im Nebel

Da ich einen Lavendelstrauch verpflanzen musste, und durch den notwendigen Rückschnitt eine Menge an stecklingstauglichem Material hatte, dachte ich mir, ich versuche es mal, den Lavendel über Stecklinge zu vermehren. Laut Lehrbuch soll das „zeitige Frühjahr“ die beste Zeit dafür sein.

Viele der Stecklinge mussten ins Freiland. Ich gehe von einer hohen Ausfallrate der Stecklinge im Freiland aus, obwohl der Lavendel einen recht robusten Eindruck macht, was die Resistenz gegen vertrocknen angeht.

Vier Stecklinge kamen in meine Mini-Gewächshäuser:

Lavendel im Nebel
Lavendel im Nebel

Hier Frage ich mich eher, ob das nicht zu feucht für den Lavendel ist. Immerhin ergrünen die Stecklinge in den Flaschen langsam. Spannend zu sehen wie sich die Farbe von Grau zu Grün wandelt, als würde die Pflanze langsam erwachen.

Ich frage mich, wie lange die Stecklinge unter der Haube bleiben sollten – bei manchen Pflanzen wie Rosen müssen die Stecklinge 6 Wochen oder Länger vor Verdunstung geschützt werden, anderes schimmelt rasch und die Haube muss weg sobald es geht. Allerdings scheint der Lavendel auch kein Kandidat für Schimmel zu sein, dafür scheinen mir die Blätter zu hart.

Vermutlich nehme ich die Flaschen gestaffelt ab, dann sehe ich wie sich die kürzere oder länger Zeit im Dampfbad auswirkt. Zwei Wochen nehme ich aber als Minimum.

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Samen für das nächste Jahr

Irgendwie gehört für mich zur Idee des Selbstversorgers auch die Gewinnung von eigenem Saatgut. Wirklich Sinn macht es nicht, denn es braucht oft lange, bis die Samen ausgereift sind, die Pflanzen belegen derweil Anbaufläche, und das meiste Saatgut ist sehr preiswert. Manchmal ist sogar noch das Trennen der Samen und der „Verpackung“ mühsam. Der Rettich hat sich leider als ein solcher Fall entpuppt. Samen für das nächste Jahr weiterlesen